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Requiem for a Dream ist mit seinen Schocktechniken und seinem Sounddesign ein erbarmungsloser Angriff auf die Sinne und handelt von nichts Geringerem als der systematischen Zerst?rung der Hoffnung. Basierend auf dem Roman von Hubert Selby Jr. und adaptiert von Selby selbst und Regisseur Darren Aronofsky, ist dies ohne Frage einer der effektivsten Filme ?ber die Erfahrung der Drogensucht (sowohl was die Euphorie als auch was den Albtraum angeht), die je gedreht wurden.
Nur wenige w?rden bestreiten, dass Aronofsky -- nach seinem Durchbruch mit dem Film Pi -- das Medium Film zu einem beunruhigenden Extrem hinbewegt, indem er den konventionellen Erz?hlstil in die Panikzone von traumatisierten Psychen und durch chemischen Missbrauchs an ihre ?u?ersten Grenzen gedr?ngten K?rper verlagert. Requiem for a Dream als eine Geschichte mit Moral zu bezeichnen, w?re zu einfach. Es ist vielmehr eine Tour durch die H?lle, mit Aronofsky als k?hnem und schonungslosem F?hrer.

Der Film dreht sich um ein Quartett verlorener Seelen, aber es ist in erster Linie Ellen Burstyn -- in einer schonungslosen und beachtenswerten Darbietung -- die die absteigende Spirale des Drogenmissbrauchs am schrecklichsten verk?rpert. In der Rolle der einsamen Witwe Sara Goldfarb setzt sie all ihre Tr?ume in eine absurde Selbsthilfe-TV-Gameshow und traktiert ihren K?rper mit Di?tpillen und Kaffee, w?hrend ihr Sohn Harry (Jared Leto) zusammen mit seinem besten Freund Tyrone (Marlon Wayans) und seiner Freundin Marion (Jennifer Connelly) an der Nadel h?ngt. Sie steuern mit unterschiedlichem Tempo dem Wahnsinn entgegen, und Aronofsky verfolgt diesen bedr?ckenden Prozess, indem er deren t?dliche Routinen endlos wiederholt. In einer der denkw?rdigsten Szenen des Films f?hlt sich Sara -- gequ?lt durch das selbst auferlegte Regiment ihrer Ern?hrungsgewohnheiten -- sogar von einem fleischfressenden K?hlschrank bedroht.

Und dennoch -- was will uns der Film letztendlich sagen? Erz?hlt uns Aronofsky irgendetwas, was wir noch nicht wissen? Requiem for a Dream ist ein beachtenswerter Film, aber ihn sich ein zweites Mal anzuschauen d?rfte schon den Tatbestand des Masochismus erf?llen.
3.5.04 20:30
 



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